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Magische Welt

Aus Zauber-Lexikon
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Magische Welt
MW2015.jpg
Land Deutschland
Herausgeber W. Geissler-Werry, Wittus Witt
Ersch.Jahr 1952
Letzte Ausgabe fortlaufend
Sprache(n) Deutsch
Erscheinungsweise 6 x / Jahr
Themen Allgemein
Redakteure
W. Geissler-Werry, Wittus Witt

Die Magische Welt ist eine deutschsprachige, vereins-unabhängige Zauberfachzeitschrift. Sie wurde im Juli 1952 von Werner Geissler, genannt Werry, in Niederau (Düren) gegründet. Er gab sie bis zu seinem Tode im Jahre 2000 heraus. Von 1953 bis 1983 erschien die Zeitschrift sechsmal jährlich, seit 1984 viermal jährlich.

Nach Werrys Tod übernahm der deutsche Zauberkünstler Wittus Witt die Magische Welt. Sie erscheint seitdem wieder sechsmal pro Jahr. In Fachkreisen wird sie überwiegend als MW abgekürzt.

Seit 2009 hat der Herausgeber die Zeitschrift gesplittet: Die MW im Großformat bringt Berichte, Interviews, Allgemeines und Theoretisches während Kunststückbeschreibungen – früher Bestandteil der MW – gesondert in der mit ZauberSalz betitelten Beilage veröffentlicht werden.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt und Auflage

Die Magische Welt behandelt alle zur Zauberkunst gehörigen relevanten Themen.

Im Laufe der 60 Jahre entwickelte sich die Zeitschrift von einer reinen Kunststück beschreibenden Zeitschrift für Zauberkünstler auch zu einer theortisierenden und Historie hinterfragenden Fachpublikation. Die Auflage betrug im Jahr 2012 2.500 Exemplare mit geschätzten 3.500 Lesern, da die Magische Welt auch in vielen Zaubervereinen gelesen und weitergereicht wird. Ebenso liegt sie in Bibliotheken aus und ist an die Abgabe von Pflichtexmplaren an die Deutsche National- und an die Hamburger Staatsbibliothek gebunden.

Seit 2006 wird die Magische Welt als Haus-Organ des schweizer Zaubervereins „MRS“ von allen Mitgliedern gelesen.

Übersicht aller Hefte

Geschichte

Nach drei Jahren, 1954, startete W. Geissler-Werry parallel zur MW ein weiteres Periodikum Magische Revue, das als Zeitschrift für Anfänger gedacht war. Es blieb jedoch bei der einen, im Juli 1954 erschienenen Ausgabe.

In den 1970er Jahren war die Magische Welt die erste Fachzeitschrift, die Uri Geller entlarvte und von der “gigantischsten Volksverdummung des Jahrhunderts“ schrieb.[1] Werry unternahm daraufhin gegen PSI-Medien eine Aufklärungskampagne, die zu einem längeren Beitrag im Der Spiegel führte.Der Spiegel, Vol. 28, Nr. 5, 28. Januar 1974: S. 102 bis 123.

In den 2000er Jahren begann die Magische Welt sich verstärkt gegen den Gebrauch von Tieren in der Zauberkunst auszusprechen.[2]

Zurzeit (2015) ist die Magische Welt die am längsten in Europa ohne Unterbrechung erscheinende vereinsunabhängige Fachzeitschrift für Zauberkunst.

Bekannte Redakteure

Chefredakteurer
  • Werner Geissler-Werry, 1952–1957, Chefredakteur
  • Walter Wenger, 1958–1972, Chefredakteur
  • Werner Geisler-Werry, 1973–1999, Chefredakteur
  • Wittus Witt, 2000–aktuell, Chefredaktuer
Redakteure

Bekannte Autorinnen und Autoren (Auswahl)

Liste der Titelpersönlichkeiten

Liste der MW-Titelpersönlichkeiten

Auszeichnung

1973 zeichneten die tschechischen Zauberkünstler in Prag die Magische Welt als beste Zauberzeitschrift Europas aus und verliehen dem Herausgeber W. Geissler-Werry den Golem, eine ca. 30 cm hohe Standfigur.

Besonderheiten

Die Titelbilder werden seit 2011 oftmals von bildenden Künstlern gestaltet. 2011 entwarf der Düsseldorfer Künstler Klaus Battke die Deckblätter, 2012 der Nürnberger Grafiker Peter Thiele und 2015 der Hamburger Künstler Tobias Sandberger.

Beilagen

Seit 1961 werden in unregelmäßigen Abständen den Ausgaben Extrabögen beigelegt, die entweder als Zusatzrequisit für die in den Heften beschriebenen Kunststücke verwendet werden können oder eigenständige Kunststücke darstellen. Seit 2014 hat Wittus Witt Beilagen mit „Gimmick“ betitelt, die seitdem regelmäßig den Heften beigelegt werden.

Weblinks

Quellen

Nachweise

  1. W. Geissler Werry in Magische Welt, Heft 1/1974
  2. Dr. Andreas Michel-Andino in Magische Welt, Heft 9, 2000, S. 284 bis 287