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Martin Pacheco: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Martin Pacheco''' ist ein argentinischer Sammler und Ausstellungsmacher, der sich mit außergewöhnlicher Leidenschaft der Geschichte der Zauberkunst verschrieben hat. Einen besonderen Höhepunkt seines Wirkens markierte seine große Ausstellung Four Hundred Years of Illusion, die im renommierten National Museum of Decorative Arts in Buenos Aires gezeigt wurde.
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'''Martín Pacheco''' (* [[29. Juni]] [[1965]]) ist ein argentinischer Zauberkünster, Sammler, Herausgeber und Historiker der Zauberkunst.


Bereits am Eröffnungstag strömten rund 700 Besucher in das prächtige ehemalige Stadtpalais, das während der Belle Époque von französischen Architekten erbaut worden war. In diesen prachtvollen Räumen präsentierte Pacheco eine der bedeutendsten Sammlungen zur Geschichte der Zauberkunst in Südamerika.
== Leben und Wirken ==
Martín Pacheco interessierte sich bereits in seiner Jugend für die Kunst der Illusion und spielte zeitweise mit dem Gedanken, Berufszauberer zu werden. Mit 22 Jahren erhielt er von Oscar Keller sein erstes Zauberplakat — eine originale Fu-Manchú-Lithographie. Im Lauf der Zeit erkannte er jedoch, dass seine Berufung eher hinter der Bühne liegt: als Sammler, Forscher und Förderer der Zauberkunst.


Im Mittelpunkt seiner Ausstellung standen antiquarische Bücher, darunter ein besonderes Juwel: eine Erstausgabe von Reginald Scots „The Discoverie of Witchcraft“ (1584), einem der frühesten und wichtigsten Werke zur Entstehung der modernen Zauberkunst. Daneben zeigte Pacheco historische Zauberkästen, seltene Ephemera, Plakate berühmter Illusionisten wie Kellar und Chung Ling Soo sowie zahlreiche Originalrequisiten, darunter Okito-gefertigte Apparaturen.
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Ein zentraler Bereich der Ausstellung war der Zauberkunst in Lateinamerika gewidmet – ein Thema, das Pacheco besonders am Herzen liegt. Seine umfangreiche Sammlung enthält bedeutende Objekte zur Karriere des legendären Zauberkünstlers Fu Manchu (David Bamberg), darunter Plakate, Fotos, Apparate und Illusionen. Damit bewahrt er nicht nur die Geschichte eines großen Künstlers, sondern dokumentiert zugleich ein wichtiges Kapitel der Zauberkunst auf dem südamerikanischen Kontinent.
== Bazar de Magia ==
1994 gründete Pacheco in Buenos Aires das Geschäft ''Bazar de Magia'', das sich seither zum größten Zauberladen Südamerikas entwickelt hat. Der Name bezieht sich auf eine Schaufensterdarstellung aus einer der von ihm bewunderten Fu-Manchú-Inszenierungen.  


Zur Ausstellung erschien ein aufwendig gestalteter, farbig illustrierter Katalog in Englisch und Spanisch, der in einer Standard- und einer limitierten Hardcover-Ausgabe über Pacheco selbst erhältlich war.
Bazar de Magia fußt auf vier Säulen:
 
* Einem physischen Ladengeschäft, das als Treffpunkt für Magier aus aller Welt dient.
* Einer Werkstatt, die Zauberrequisiten produziert und international exportiert.
* Der Fu-Manchú-Schule für Magie, in der hunderte Schüler ausgebildet wurden.
* Dem Argentinischen Museum der Magie, das dem Erhalt und der Vermittlung des Vermächtnisses argentinischer Zauberkünstler gewidmet ist.
 
== Forschung zu [[David Bamberg|Fu Manchú]] ==
Eine frühe und langjährige Leidenschaft Pachecos gilt Fu Manchú ([[David Bamberg]]), dem letzten bedeutenden Illusionisten einer legendären Dynastie. Seine Forschungsarbeit führte ihn zur Zusammenarbeit mit namhaften Zauberhistorikern und zum Studium privater Sammlungen in Spanien, Kanada, Uruguay, den Niederlanden, Mexiko und den USA.
 
2024 veröffentlichte Pacheco die erste spanische Ausgabe von Bambergs Autobiografie „Illusion Show“ in einer erweiterten, reich bebilderten Ausgabe mit bislang unveröffentlichtem Material, Fotografien und ergänzenden Essays.
 
== Sammlung und Beiträge zur argentinischen Zaubergeschichte ==
Parallel zu seinen geschäftlichen Aktivitäten baute Pacheco eine der bedeutendsten Sammlungen zur argentinischen Zauberkunst in Lateinamerika auf. Teile dieser Sammlung, darunter originale Fu-Manchú-Kostüme, wurden im August 2007 im Museo Nacional de Artes Decorativas in Buenos Aires präsentiert.
 
== Publizistische Tätigkeit ==
Martín Pacheco ist als Kolumnist und Mitarbeiter in Fachpublikationen zur Geschichte der Zauberkunst aktiv, unter anderem für „Maese Coral“ (Spanien) und „[[Ye Olde Magic Mag]]“ (England). Seine Übersetzung und Herausgabe von Fu Manchús Autobiografie ins Spanische (spanischer Titel: Fu Manchu: Una vida para la magia) gilt als wichtige Veröffentlichung zur Zaubergeschichte im spanischsprachigen Raum.
 
== Weblinks ==
* [https://bazardemagia.com Homepage Bazar de Magia]
* [https://pacheco.com.ar/ Buchvorstellung]
 
== Quellen ==
* [[M-U-M]], 97. Jahrgang, August 2007, Seite 48


Mit dieser Präsentation hat Martin Pacheco nicht nur seine Leidenschaft für historische Zauberkunst eindrucksvoll unter Beweis gestellt, sondern auch einen bedeutenden Beitrag zur Bewahrung und Sichtbarmachung der lateinamerikanischen Zaubergeschichte geleistet. Seine Sammlung gilt heute als eine der wichtigsten ihrer Art in Südamerika.


[[Kategorie:Zauberkünstler (Argentinien)]]
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[[Kategorie:Sammler]]
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[[Kategorie:Biografien]]
[[Kategorie:Biografien]]
[[Kategorie: Geboren 1965]]
[[Kategorie:Autor]]
[[Kategorie:Autor]]
[[es:Martin Pacheco]]

Aktuelle Version vom 9. Dezember 2025, 21:37 Uhr

Martin Pacheco

Martín Pacheco (* 29. Juni 1965) ist ein argentinischer Zauberkünster, Sammler, Herausgeber und Historiker der Zauberkunst.

Leben und Wirken

Martín Pacheco interessierte sich bereits in seiner Jugend für die Kunst der Illusion und spielte zeitweise mit dem Gedanken, Berufszauberer zu werden. Mit 22 Jahren erhielt er von Oscar Keller sein erstes Zauberplakat — eine originale Fu-Manchú-Lithographie. Im Lauf der Zeit erkannte er jedoch, dass seine Berufung eher hinter der Bühne liegt: als Sammler, Forscher und Förderer der Zauberkunst.

Martin Pacheco ist 60 Jahre alt.

Bazar de Magia

1994 gründete Pacheco in Buenos Aires das Geschäft Bazar de Magia, das sich seither zum größten Zauberladen Südamerikas entwickelt hat. Der Name bezieht sich auf eine Schaufensterdarstellung aus einer der von ihm bewunderten Fu-Manchú-Inszenierungen.

Bazar de Magia fußt auf vier Säulen:

  • Einem physischen Ladengeschäft, das als Treffpunkt für Magier aus aller Welt dient.
  • Einer Werkstatt, die Zauberrequisiten produziert und international exportiert.
  • Der Fu-Manchú-Schule für Magie, in der hunderte Schüler ausgebildet wurden.
  • Dem Argentinischen Museum der Magie, das dem Erhalt und der Vermittlung des Vermächtnisses argentinischer Zauberkünstler gewidmet ist.

Forschung zu Fu Manchú

Eine frühe und langjährige Leidenschaft Pachecos gilt Fu Manchú (David Bamberg), dem letzten bedeutenden Illusionisten einer legendären Dynastie. Seine Forschungsarbeit führte ihn zur Zusammenarbeit mit namhaften Zauberhistorikern und zum Studium privater Sammlungen in Spanien, Kanada, Uruguay, den Niederlanden, Mexiko und den USA.

2024 veröffentlichte Pacheco die erste spanische Ausgabe von Bambergs Autobiografie „Illusion Show“ in einer erweiterten, reich bebilderten Ausgabe mit bislang unveröffentlichtem Material, Fotografien und ergänzenden Essays.

Sammlung und Beiträge zur argentinischen Zaubergeschichte

Parallel zu seinen geschäftlichen Aktivitäten baute Pacheco eine der bedeutendsten Sammlungen zur argentinischen Zauberkunst in Lateinamerika auf. Teile dieser Sammlung, darunter originale Fu-Manchú-Kostüme, wurden im August 2007 im Museo Nacional de Artes Decorativas in Buenos Aires präsentiert.

Publizistische Tätigkeit

Martín Pacheco ist als Kolumnist und Mitarbeiter in Fachpublikationen zur Geschichte der Zauberkunst aktiv, unter anderem für „Maese Coral“ (Spanien) und „Ye Olde Magic Mag“ (England). Seine Übersetzung und Herausgabe von Fu Manchús Autobiografie ins Spanische (spanischer Titel: Fu Manchu: Una vida para la magia) gilt als wichtige Veröffentlichung zur Zaubergeschichte im spanischsprachigen Raum.

Weblinks

Quellen

  • M-U-M, 97. Jahrgang, August 2007, Seite 48