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Ramón Mayrata
Ramón Mayrata (* 1952 in Madrid) ist ein spanischer Schriftsteller, Lyriker, Romanautor, Essayist, Drehbuchautor, Anthropologe und Hochschullehrer. Er ist insbesondere als Historiker und Forscher der Zauberkunst bekannt sowie als Mitbegründer des auf Fachliteratur zur Zauberkunst spezialisierten Verlages Frakson, den er gemeinsam mit dem spanischen Zauberkünstler Juan Tamariz gründete.
Leben
Mayrata veröffentlichte 1971 erste Gedichte in der Anthologie Espejo del amor y de la muerte, die von dem spanischen Literaturnobelpreisträger Vicente Aleixandre eingeleitet wurde. 1972 erschien sein erster eigenständiger Lyrikband.
Als Anthropologe arbeitete er während der Entkolonialisierung in der Westsahara in der Comisión de Estudios Históricos del Sahara, die mit der Dokumentation der saharauischen Kultur und der Erstellung von Berichten für den Internationalen Gerichtshof befasst war. Diese Tätigkeit beeinflusste sein literarisches Werk nachhaltig und bildete die Grundlage für seinen Roman El imperio desierto (1992).
Den Zugang zur Zauberkunst fand Mayrata über persönliche Kontakte zu spanischen Zauberkünstlern. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Zauberkunst zu einem zentralen Thema seiner essayistischen, historischen und literarischen Arbeit. Gemeinsam mit Juan Tamariz gründete er den Verlag Frakson, der sich auf theoretische und historische Texte zur Zauberkunst spezialisiert. Eine weitere wichtige Quelle seiner Forschungen war die Bibliothek des Bibliografen José Puchol Montís, die seit 1988 den Fondo de Ilusionismo der Fundación Juan March bildet.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete Mayrata als Journalist, Übersetzer und Drehbuchautor. Er war über mehr als zwanzig Jahre für Fernseh- und Radioprogramme des spanischen Rundfunks tätig, unter anderem für Televisión Española, Antena 3 und Radio Nacional de España. In den 1980er-Jahren war er Teil der Movida Madrileña und beteiligte sich an literarischen Debatten zur Postmoderne.
Ramón Mayrata ist 74 Jahre alt.