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Arthur Coghlan

Arthur Coghlan (* 9. Juli 1932; † 15. Juli 2025) war ein australischer Zauberkünstler, Illusionist, Autor und Entfesselungskünstler britischer Herkunft. Er galt als eine der prägenden Persönlichkeiten der australischen Zauberkunst und wurde insbesondere durch spektakuläre und technisch ausgefeilte Entfesselungen bekannt.
Leben
Arthur Coghlan wurde in Liverpool, England, geboren. Seine ersten beruflichen Schritte in der Zauberkunst unternahm er als Demonstrator im Zaubergeschäft „The Wizard’s Den“ von Wilf Bennett. Dort kam er früh mit namhaften Künstlern der Vaudeville-Ära in Kontakt, darunter auch Dante.
Im Jahr 1948 wanderte seine Familie nach Australien aus. Zunächst arbeitete Coghlan mit Pferden, bevor er eine Ausbildung zum Mechaniker absolvierte und später eine eigene Werkstatt mit angeschlossener Tankstelle betrieb. Parallel dazu baute er ein eigenes Haus und gründete eine Familie.
In den 1960er Jahren übernahm er die Tourneeshow eines befreundeten Zauberkünstlers, der bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Dies markierte den Wendepunkt in seinem Leben und führte zu einer intensiven Rückkehr zur Zauberkunst.
Wirkung und Bedeutung
Mit seinen handwerklichen Fähigkeiten als Mechaniker entwickelte Coghlan eine Vielzahl eigener Apparaturen und Spezialeffekte. Er verband technisches Können mit einer kreativen Herangehensweise an Illusionen und Entfesselungen sowie einem ausgeprägten Gespür für Öffentlichkeitsarbeit.
Besondere Bekanntheit erlangte er durch spektakuläre Fernsehauftritte, bei denen er gefährliche Entfesselungen präsentierte. Zu seinen bekanntesten Darbietungen gehörten:
- die Flucht aus einem selbst konstruierten elektrischen Stuhl mit 240 Volt Spannung
- eine Entfesselung aus einem Fass, das in ein Becken mit Haien abgesenkt wurde
Ein wesentliches Merkmal seiner Arbeit war die bewusste Öffnung seiner Kunst für technische Überprüfung:
Er ließ seine Apparaturen häufig von Ingenieurstudenten untersuchen. Vor Tourneen stellte er Requisiten bereits Wochen vorher lokalen Schlossern zur Begutachtung zur Verfügung
Diese Strategie, Transparenz mit scheinbarer Unmöglichkeit zu verbinden, wurde zu einem zentralen Bestandteil seines Erfolgs.
In späteren Jahren arbeitete er eng mit seiner Tochter, der Zauberkünstlerin Helen Coghlan, zusammen und entwickelte für sie Routinen. Diese trugen maßgeblich zu ihrem Erfolg in der Fernsehsendung Penn & Teller: Fool us bei.
Literatur
- Arthur Coghlan: The Original Escapes of Arthur Coghla, 105 Seiten, 2008
Quellen
- Nachruf in Magic Circular, 121. Jahrgang, Heft Nr. 1318, April 2026, Seite 106
- Genii, 88. Jahrgang, Heft 3, März 2025, Seite 0