Über 34 Millionen Aufrufe seit März 2014!

Sie vermissen eine spezielle Biografie oder einen Artikel zu einem besonderen Thema? Dann helfen Sie bitte und schicken Sie uns eine E-Mail.

Thomas Pohle

Aus Zauber-Pedia
Version vom 24. Dezember 2025, 20:36 Uhr von Wittus (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „150px|mini|Thomas Pohle, 1967 '''Thomas Pohle''' (* 26. Dezember 1957 in Berlin; † am 10. Mai 2025) gehörte zu den prägenden deutschen Herstellern von Zaubergeräten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. == Leben == Seine berufliche Grundlage bildete eine Ausbildung als Schlosser. Noch bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, fertigte er bereits Zaubergeräte für Peter Ülsmann, der zu…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Thomas Pohle, 1967

Thomas Pohle (* 26. Dezember 1957 in Berlin; † am 10. Mai 2025) gehörte zu den prägenden deutschen Herstellern von Zaubergeräten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Leben

Seine berufliche Grundlage bildete eine Ausbildung als Schlosser. Noch bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, fertigte er bereits Zaubergeräte für Peter Ülsmann, der zu jener Zeit die traditionsreiche „Zauberzentrale“ führte, die aus dem Hause Conradi Horster hervorgegangen war. Diese frühen Arbeiten machten Pohle innerhalb der Szene schnell bekannt.

Im Jahr 1984 gründete er in Berlin seine eigene Werkstatt unter dem Namen „Zauberschmiede“. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits seit Anfang 1983 Mitglied im Verein Magischer Zirkel von Deutschland sowie Zauberfreunde Berlin. Eine wichtige Rolle spielte seine enge Zusammenarbeit mit Willi Wessel; zeitweise teilten sich beide sogar eine gemeinsame Werkstatt. Pohle belieferte zahlreiche namhafte Händler, darunter Eckhard Böttchers Zauber Butike, Robert Fislages Stolina Magie und Alfred Kellerhof. Besonders Eckhard Böttcher ermutigte ihn nachhaltig, den Weg in die volle Selbstständigkeit einzuschlagen.

1986 folgte mit der Eröffnung eines eigenen Zauberstudios in Berlin ein weiterer Schritt zur Etablierung seines Namens. Nach einem späteren Umzug nach Ratjensdorf in Schleswig-Holstein zog sich Pohle für einige Jahre weitgehend aus dem aktiven Marktgeschehen zurück.

Mit zeitlichem Abstand entwickelte sich jedoch eine neue Wertschätzung für seine Arbeiten: Viele seiner früheren Geräte wurden vor allem im Ausland zu begehrten Sammlerobjekten. Daraufhin nahm Pohle die Produktion erneut auf, nun gezielt für den Sammlermarkt. Unter dem Firmennamen „Magic Design“ entstanden weitere Arbeiten, die seinen handwerklichen Stil fortführten.

Quellen

  • Magie, 67. Jahrgang, Heft 7, Juli 1967, Seite 221
  • Genii, 52. Jahrgang, Heft 4, Oktober 1988, Seite 207
  • M-U-M, 115. Jahrgang, November 2025, Heft 8, Seite 27
  • Auktionskatalog Potter & Potter Nr. 142, 2023, Seite 76: Lot Nr. 316. The DaVinci Chest