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Geisterkabinett
Geisterkabinett (auch Spirit Cabinet oder Davenport Cabinet[1]), ist die Bezeichnung für eine Vorführung, in der scheinbar „Geister“ ihr Unwesen treiben.
Beschreibung
Die Assistentin und ein Zuschauer setzen sich auf zwei Stühle, die nebeneinander in einem Kabinett stehen. Die Assistentin wird mit Händen und Füßen an ihren Stuhl gefesselt, dem Zuschauer werden die Augen verbunden. Verschiedene Gegenstände (Glocken, Teller, Tücher, etc.) werden in das Kabinett gelegt. Wird der Vorhang des Kabinetts geschlossen, ertönt eine Glocke, und die anderen Gegenstände einschließlich verschiedener Kleidungsstücke wie bspw. Jacke und Weste des Zuschauers fliegen aus dem Kabinett. Auch wird eine Tafel mit Antworten auf gestellte Fragen herausgeschoben. Nach dem Öffnen des Vorhangs ist die Assistentin immer noch gefesselt und der Herr sitzt ohne Jacke und Weste auf seinem Stuhl.
Geschichte
Die frühesten Hinweise auf das Geisterkabinett findet man bereits im Jahr 1888. Bekannt wurde es unter Zauberkünstlern durch den amerikanischen Zauberkünstler Harry Kellar. Der war für kurze Zeit Assistent der „Davenport-Brüder”, die diese Illusion in ihrem Programm zeigten.
Bekannte Vorführer
- Davenport Brothers
- Glenn Falkenstein & Willard[2]
- Howard Thurston[3]
- Harry Kellar
- Fu Manchu, er nannte das Geisterkabinett „Haunted Castle“[4]
Publikationen/Literatur
- Secrets from Two Master Magicians, 90 Minuten mit Falkenstein und Frances, Video, 1988
- The Spirit Cabinet, in: Genii, 52. Jahrgang, Nr. 12, Juni 1989, Seite 806
- The Art of Magic, 1997, Seite 91 ff.
Quellen
- Magicana, 37. Jahrgang, Heft 219, Oktober/November 1989, Seite 3
- Linking Ring, 32. Jahrgang, Heft 2, April 1952, Seite 16
Nachweise
- ↑ Whaley's Encyclopedic Dictionary of Magic, Bart Whaley, Jeff Busby, 1989, Seite 202
- ↑ I.B.M.-Programmheft, 1984, Seite 8
- ↑ The Sphinx, 17. Jahrgang, Heft 10, Dezember 1918, Seite 187
- ↑ Arnold Furst: Famous Magicians of the World, 1957, Seite 34